"Miniurlaub" im Alltag

Im Hamsterrad des Lebens fällt uns oft nicht auf, dass wir auf Hochturen laufen und schon längst alle Reserven aufgebraucht haben. Im lang ersehnten Urlaub fühlen wir uns dann die meiste Zeit ausgelaugt und erschlagen. Aus der Erholung wird eher eine Genesungswoche. Dies können Sie vermeiden, wenn Sie sich täglich eine kleine Auszeit gönnen. Ihr Körper und ihr Geist können sich etwas ausruhen und erholen.

Im Folgenden finden Sie fünf einfache Tipps, um auch im stressigen Alltag, ein wenig abschalten und auftanken zu können.

1. "Ich bin mal kurz weg..."

Schließen Sie Ihre Augen und setzen Sie sich bequem auf Ihren Sessel. Beide Beine berühren den Boden und ihre Handflächen ruhen auf Ihren Oberschenkeln. Atmen Sie ruhig aus und ein. Wenden Sie Ihren Kopf langsam nach links und rollen Ihn dann auf die andere Seite. Es sollte eine halbkreisförmige Bewegung entstehen. Machen Sie das 5 Mal in langsamen Tempo.


2. "Das Wandern ist des Müllers Lust..."

Wenn Sie es besonders eilig haben oder auch beim Einkaufen achten Sie für ein paar Minuten auf Ihren Körper. Achten Sie darauf, wie Ihre Füße den Boden berühren, sich ihre Beine abwechselnd heben, Ihre Arme leicht mitschwingen und wie Ihr Atem dabei regelmäßig Luft in Ihren Körper strömen lässt. Wenn Sie möchten können Sie bewusst etwas Temop hinausnehmen und Ihre Schrittgeschwindigkeit verringern. Welche Veränderungen nehmen Sie wahr?


3. "Dem Perfektionsteufel entkommen..."

Wenn Sie das nächste Mal von dem Gedanken "Ich darf keine Fehler machen. Ich muss alles perfekt erledigen." gequält werden, empfehle ich Ihnen den Perfektionsteufel kurzzeitig einen Platzverweis zu erteilen. Sammeln Sie Gegenargumente, die den Perfektionsteufel zum Schweigen bringen. Hilfreich sind zum Beispiel folgende Gedanken.

  • Perfektion ist für Märchenhelden!
  • Aus Fehlern lernt man!
  • 90 % meiner Leistung sind vollkommen ausreichen!
  • Jeder Mensch macht fehler!

4. "Das Schöne (wieder)entdecken..."

Versuchen Sie so oft wie möglich am Tag kleine, schöne Dinge zu entdecken. Das können wohlriechende Düfte sein, ein schöner Anblick beim Spazierengehen, eine wohlklingende Musik, etc. Achten Sie auf solche Dinge und suchen Sie diese Orte und Situationen aktiv auf, um mehr Schönes im Alltag zu erleben.


5. "Den Stress einfach ausatmen..."

Diese Übung können Sie jederzeit im Stehen oder Sitzen einbauen. Zunächst atmen Sie kräftig durch die Nase ein und spannen alle Ihre Muskeln vom kleinen Zeh bis zu den Augen so kräftig an, wie Sie können. Halten Sie die Spannung und die Luft für etwa 5 Sekunden an. Danach lassen Sie alles locker und Atmen durch den Mund aus. Können Sie nun einen Unterschied spüren?

Achtsamkeitsübungen helfen unter anderem bei:

  • Stress
  • Ängsten
  • Grübelzwang
  • Burn-Out
  • Depression
  • (psychosomatischen) Schmerzen